Vergangenen Sonntag fand in Aldingen in der Nähe von Tuttlingen (Bezirk Oberer Neckar) die Regionsjahrgangsrangliste Süd-Mitte statt, bei der die besten Spielerinnen und Spieler ihres Jahrgangs der Bezirke Alb, Böblingen, Oberer Neckar und Schwarzwald aufeinander treffen. Erstmals seit längerer Zeit konnten sich hierfür wieder mehrere Jugendliche des TTC qualifizieren: ganz regulär Anna bei den Mädchen U19 und etwas überraschend Felix bei den Jungen U13 sowie als Nachrücker Benedikt bei den Jungen U19 und Hannes bei den Jungen U13. Leider mussten die letzteren beiden verletzungsbedingt (Benedikt) bzw. aufgrund anderer Aktivitäten (Hannes), nachdem die Zusage recht kurzfristig kam, absagen. So machten sich eben Johannes und Silvia mit „nur“ zwei Spieler*innen nach einer ziemlich kurzen Nacht auf den Weg nach Aldingen.
Sowohl Anna als auch Felix konnten das Turnier insgesamt ohne großen Druck angehen. Anna war bei den Mädchen U19 eine der jüngsten, wenn nicht sogar die jüngste und definitiv die mit Abstand unerfahrenste Teilnehmerin. Und in dieser Konkurrenz tummelten sich auch junge Damen mit deutlich über 1500, z.T. um die 1600 TTR-Punkten. Zur Einordnung: damit wären sie bei uns in der 3. Herrenmannschaft in der Bezirksliga! Trotzdem erhoffte man sich bei ihr auch den ein oder anderen Sieg. Auch Felix war in seiner Altersklasse einer der unerfahrensten Teilnehmer und im Vergleich zu den meisten anderen mit wenig TTR-Punkten ausgestattet. Bei ihm hielt man im Vorfeld schon einen Sieg für das höchste der Gefühle. Aber vorneweg: beide schlugen sich gut! Im Einzelnen:
Bei den U19er-Mädchen wurde das 12er-Feld in zwei Gruppen aufgeteilt. Die jeweils ersten drei ihrer Gruppe spielten dann in einer Endrundengruppe die Plätze 1 bis 6 aus, die anderen in einer zweiten Gruppe die Plätze 7 bis 12, wobei die Siege/Niederlagen aus der Vorrunde „mitgenommen“ wurden. Anna erwischte die vermeintlich einfachere Vorrundengruppe. Einem recht trägen Start mit einer etwas unnötig klaren, aber alles in allem wohl auch bei optimaler Leistung unvermeidbaren Niederlage gegen die spätere Fünfte (knapp 200 TTR-Punkte mehr als Anna) folgte ein glanzloser Pflichtsieg gegen die rein von den Punkten her mit Abstand schwächste Spielerin des Turniers. Danach setzte es trotz gewisser Leistungssteigerung zwei deftige Niederlagen gegen starke Spielerinnen, u.a. gegen eine der Topspielerinnen des Turniers (aktuelle TTR-Punkte: 1532). Annas letztes Vorrunden-Gruppenspiel war dann das Highlight, in dem sie immer wieder ihr Potential aufblitzen lassen konnte. Ein fein herausgespielter 3:2-Sieg gegen die spätere Sechste (gut 150 TTR-Punkte mehr als Anna) war der Lohn. In der Endrunde konnte Anna dann noch das bezirksinterne Duell gewinnen, musste aber zwei knappe Niederlagen gegen in etwa gleich einzuschätzende Spielerinnen hinnehmen, gegen die auch ein Sieg im Bereich des Möglichen gelegen hätte. Hier fehlte einfach die Erfahrung und teilweise auch das notwendige Quäntchen Glück. Es stand somit eine ordentliche 3:5-Bilanz zu Buche.
Bei Felix wurde in einem 9er-Feld jeder gegen jeden gespielt. Schon in seinem ersten Spiel konnte Felix ein Ausrufezeichen setzen: Er unterlag nur in 5 Sätzen gegen den mit fast 200 TTR-Punkten mehr als er ausgestatteten späteren Turnier-Dritten. Es folgte eine weitere knappe 5-Satz-Niederlage gegen den späteren Zweiten (ca. 150 TTR-Punkte mehr) und eine 4-Satz-Niederlage mit zwei nur in der Verlängerung verlorenen Sätzen. Danach legte Felix eine kleine Siegesserie mit 3 alles in allem recht ungefährdeten Siegen hin, wovon zumindest zwei gegen von den Punkten her vermeintlich überlegene Gegner so nicht zu erwarten waren. Dann setzte es die einzige klare 0:3-Niederlage gegen den späteren ungefährdeten Sieger, auf die Felix aber in seinem letzten Spiel gleich wieder einen sicheren Sieg folgen ließ. Er erspielte somit einen starken und völlig unerwarteten 5. Platz mit einer 4:4-Bilanz, was er mit dem ihm eigenen Humor folgendermaßen kommentierte: „Ich bin eben eine Wundertüte; manchmal nur Tüte, aber manchmal, so wie heute, auch Wunder.“
Insgesamt trat man jedenfalls zufrieden die Heimreise an, auch wenn Johannes und Silvia schon noch einige Schwächen bei beiden Spieler*innen ausmachten, die es nun im Training abzustellen gilt, und gönnte sich zum Abschluss eines langen Tischtennistages einen Besuch bei Burger King.