Am vorletzten Spieltag beider Mannschaften kam es zum Aufeinandertreffen des Tabellenersten SSV Ulm 1846 und dem Zweiten TTC Ergenzingen. Zwar war der Kampf um die Meisterschaft schon vorzeitig zu Gunsten des Gäste entschieden, doch aus Ergenzinger Sicht wollte man sich mit einem Punktgewinn aus eigener Kraft und ohne abhängig von anderen Ergebnissen sein zu müssen den Relegationsplatz sichern.
Ähnlich wie in der Woche zuvor gegen den TTV Gärtringen wollte man über gewonnene Doppel und unsere zwei Topspielern Christoph Hörmann und Moritz Schulz in Führung gehen und Druck auf den Gegner ausüben, doch dieses Mal sollte es nicht gelingen. Erstmals in der Rückrunde geriet man in Rückstand nach den Doppel, nur Christoph Hörmann und Jochen Raff konnten einen Punktgewinn beisteuern.
Danach musste man den nächsten Dämpfer einstecken, als Christoph Hörmann in einem wahnsinnig engen Match mit 11:13 in Satz 5 gegen Tobias Münst den Kürzeren zog und Moritz Schulz seinen vergebenen Chancen in Satz 1 hinterhertrauerte gegen den Ulmer Spitzenspieler Frank Elseberg (1:3 Niederlage).
Mit einer sehr starken Leistung am mittleren Paarkreuz durch beide Spieler (Jochen Raff und Fabian Schnaidt) gelang der Anschluss auf 3:4. Raff gewann in drei Sätzen gegen Oleksandr Orlov, während im Duell der beiden lange Noppen Spieler Fabian Schnaidt sich gegen Benedikt Dorfmüller durchsetzte und sich für die Hinrundenniederlage revanchieren konnte.
Am hinteren Paarkreuz war dann für Dominik Schnaidt und Johannes Gollub gegen ihre starken Kontrahenten Elias Sanin und Tim Auburger nicht viel zu holen und Ulm konnte sich wieder auf 6:3 absetzen.
Mit klasse Leistungen sorgten Christoph Hörmann und Moritz Schulz noch einmal für Hoffnung auf Ergenzinger Seite. Im Topduell gegen Elseberg musste Hörmann in der Hinrunde noch hart für seinen Sieg arbeiten und ein 0:2 drehen, dieses Mal gewann er in drei Sätzen. Moritz Schulz unterstrich seine exzellente Form in der er sich vor allem in der Rückrunde befindet (10:3 Bilanz) mit einem hart erarbeitenden Sieg über Münst und machte einmal mehr deutlich, dass sein Abgang nächste Saison eine spielerisch klaffende Lücke hinterlässt die man nicht ersetzt bekommen wird.
Doch nun war es Ulm, die die günstigen Paarungen ausnutzen konnte: Jochen Raff verlor gegen seinen Lieblingsspieler Benedikt Dorfmüller, der damit für zwei seiner sieben Niederlagen verantwortlich ist und Oleksandr Orlov siegte ebenfalls in vier Sätzen gegen Fabian Schnaidt.
Nach der Niederlage von Dominik Schnaidt gegen Tim Auburger steht man mit leeren Händen und einer 5:9 Niederlage da. Gegen den Meister und die Beste und Ausgeglichenste Mannschaft der Liga war die Enttäuschung aber nur von kurzer Dauer, da vieles hätte perfekt laufen müssen um am Ende mit einem Punktgewinn dazustehen.
Jetzt hat man selber noch ein Spiel in 3 Wochen zuhause gegen den SVW Weingarten. Bei einem Sieg muss man gleichzeitig darauf hoffen, dass Gärtringen nicht ihre zwei restlichen Spiele gegen Calmbach und Ulm gewinnt um auf Platz 2 zu landen.